World of Warcraft Kinderarbeit
Die Tagesschau berichtete über Kinderarbeit in China. Zuerst habe ich durch Golem davon erfahren. Es ist wirklich grausam was dort passiert. Banden zwingen Jugendliche dazu 12 Stunden am Tag World of Warcraft zu spielen ununterbrochen. Das ganze läuft in einer Schicht ab. Hat der eine seine 12 Stunden rum, kann er schlafen gehen und der frisch Ausgeschlafene übernimmt dann weitere 12 Stunden die Stellung. Zwischendurch wird getrunken und gegessen. Hauptsache der PC steht nicht still. Nach diesem “Farmen” der virtuellen Währung wird diese dann bei eBay verkauft. Das erspart den Käufer mühevolle Arbeit beim Spiel und ermöglich es Ihnen ihre “Helden” zu verbessern.
Solange es Menschen gibt, wird es wohl immer mehr Gesichter der Grausamkeit und Elend geben. Ich habe ebenfalls bei Sky42 über die Virtuelle Kinderarbeit berichtet.
Goldfarmer - Kinderarbeit für World of Wordcraft…
World of Warcraft, wer kennt es nicht, dass Spiel, was man kaufen und monatlich bezahlen musß - ein Geniestreich von Blizzard.
Als das Spiel auf den Markt kam, gab es Massenhaft Leute, die sich für Wochen oder gar Monate nicht auf die Straße bewegt…
Oktober 13th, 2006 | #
Als leidenschaftlicher WoW-Spieler beobachte ich in den letzten Wochen eine beängstigende Entwicklung in der WoW-Wirtschaft. Was einst so im Einzelfall mal durchgesickert ist, wird bereits mehr oder weniger öffentlich betrieben und ist zu einem riesigen Markt und Kontrollorgan über das ganze Spiel geworden.
Nicht nur die stetige Zunahme von Farmbots und die fast tägliche Goldwerbung im Chat, welche trotz extensiver Accountsperrungen in jüngster Vergangenheit nicht im geringsten gelitten zu haben scheinen, sondern auch die durch Farmen annähernde Unerreichbarkeit mancher teurer Güter und der Druck der Raidgruppen, ohne Nachzudenken alles zu geben, vergällen mir immer mehr die Freude am Spiel.
Wenn man die hier verlinkten Hintergründe dazu liest, wundert einen gar nichts mehr. Die vermeintliche absolute Freiheit in einer von der realen Welt losgelösten Spielwelt mündet in eine beispiellose Sklaverei. Das fängt an mit den Rüstungsvoraussetzungen für bestimmt Raids, bei deren Erwerb einem aber keiner hilft, bis hin zu einer kompletten Freizeitabsorption durch Raidgruppen. Und gipfelt in der Kinderarbeit, die wir alle verurteilen und dennoch nutzen, um unter dem Erfolgsdruck der Gruppe zu bestehen.
Da die Spielzeit mit steigendem Level immer mehr durch Gruppenverpflichtungen festgelegt wird, ohne die man sonsts sozusagen “mit 60 in Rente geht”, haben die Goldhandelsunternehmen üppige Marktchancen gefunden und schlüpfen schneller durch die Hintertür wieder rein als man sie vorne rausgeworfen hat.
Das Ganze ist kein Spiel mehr. Aber wenn überhaupt einer wirklich etwas daran ändern kann, sind es die Spieler selbst. Denn im Prinzip liegt das Gold auf der Straße, man braucht es nur aufzuheben. Der einzige Faktor, den wir beisteuern müssen, ist Zeit. Und die müssen wir uns auch gegenseitig gönnen.
Oktober 25th, 2006 | #
Was WoW angeht find ich, dass die meisten Spieler (hauptsächlich junge Power-Player) das Prinzip der Gilden völlig Missverstanden haben. Die Gilden werden doch nur erstellt um Raid-Instanzen zu machen die erwarteten sozialen Interaktionen belaufen sich auf so gut wie Null.
Das mit der Kinderarbeit (Leute lest mal Zeitung) ist nix neues die Kinder werden dort schon immer ausgebeutet. Die Nummer lief schon mit Brieftaschen und Schwarzkopien von sämtlichen erhältlichen Datenträgern. Und solange es eine Nachfrage gibt, wird sich das auch nicht ändern. Der Schuldige sind Konsumenten, die die Nachfrage anschüren. Solange sich das nicht ändert, hat es keinen Sinn Empörung zu heucheln.
März 10th, 2007 | #
BPanda ich glaub du hast was bei den Gilden falsch verstanden, oder es nicht verständlich ausgedrückt. Gilden werden nicht nur erstellt um zusammen zu raiden. Gilden sind auch dazu da, sich gegenseitig zu helfen, vllt mal Gold zu leihen, damit man nicht auf die Chinafarmer angewiesen ist, zusammen zu lvln, oder einfach nur zum Unterhalten. Dass man zusammen raidet ist ein Teil einer Gilde, aber bei weitem nicht das wichtigste (ausser bei Raidgilden^^). Und wenn ihr in Gilden seit oder in Gilden wollt, in denen man ein bestimmtes Equipment braucht um Mitglied zu sein/werden, dann ist das für die jenigen, die dieses Equipment haben schön, aber für alle anderen habe ich den Rat: sucht euch eine andere Gilde (wenn auch nur vorrübergehend) um dieses Equipment zu bekommen, wenn ihr unbedingt in diese Gilde wollt. Aber es gibt auch andere gute Gilden, die dann nicht als erste in die neuen Instanzen gehen, aber der Spielspass ist trotzdem da und DARUM geht es doch bei WoW, nicht darum, der beste zu sein! Und wenn man das beachtet, ist man auch nicht mehr auf die Chinafarmer angewiesen, da es auch spass machen kann mit der Gilde zu farmen.
Dezember 26th, 2007 | #